
Wollen das „Schiff Schwalmstadt“ wieder in gesicherte Fahrwasser bringen (v.l.): Armin Happel, Andreas Göbel, Karsten Schenk, Bürgermeisterkandidat Dr. Gerald Näser und Mario Heinrich Schenk. Foto: Köster
Schwalmstadt. Die Schwälmer Christdemokraten sind offiziell auf Kurs gegangen: Dr. Gerald Näser hat jetzt an Deck das Sagen und soll am 13. Mai mit Wählerzustimmung das Rathaus entern.
Lange Zeit kursierten Gerüchte und im Internet wurde schon kontrovers diskutiert. Aber erst seit vorigem Samstag, 16.31 Uhr, ist es offiziell: Der Geologe Dr. Gerald Näser kandidiert für die CDU um das Amt des Bürgermeisters. Auf dem Stadtparteitag, der von Bernhard Jagoda geleitet wurde, stimmten 40 Mitglieder für den vom Vorstand empfohlenen Kandidaten, lediglich drei stimmten gegen ihn. Damit wurde Näser mit 93-prozentiger Zustimmung nominiert.
Das Schiff auf Kurs bringen
Stadtverbandsvorsitzender Karsten Schenk blickte auf eine mehrmonatige Beratung zur Kandidatenfindung zurück. „Mit Dr. Gerald Näser präsentieren wir einen eindrucksvollen Kandidaten, der als Sohn der Stadt die Geschicke Schwalmstadts seit Jahren maßgeblich mitgestaltet“, erklärte er. Als symbolisches Geschenk überreichte er dem frisch gekürten Bürgermeisterkandidaten ein hölzernes Steuerrad und verband damit die Hoffnung, dass Näser das „Schiff Schwalmstadt“ wieder auf den richtigen Kurs bringen möge.
Das Amt des Rathauschefs sieht Näser als „Schlüsselposition“, daher will er zwei Schwerpunkte setzen. Zum einen liegt ihm der Baubereich sehr am Herzen, zum anderen gilt es die angespannte Finanzlage zu verbessern.
„Wir müssen planerisch exakt arbeiten“, fordert der 46-Jährige, der beispielsweise im Wieragrund Versäumnisse sieht. Ein „Weiterwurschteln wie bisher“ dürfe es nicht geben, mahnt er energisch. „Wir müssen die Einnahmen- und die Ausgabenseite verbessern“, ist sich Näser sicher, denn auch im laufenden Jahr gebe es noch keinen gedeckten Haushalt, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende weiter.
Schwierige Suche
Beim anschließenden Pressegespräch erläuterte Karsten Schenk die schwierige Kandidatensuche. Bereits im vergangenen Sommer habe der Wahlvorbereitungsausschuss geprüft, wer für die Bürgermeisterwahl am 13. Mai in Frage kommt.
„Insgesamt sechs potentielle Bewerber hat es gegeben, die auch allesamt geeignet waren“, berichtete er. Leider konnte man sich in Gesprächen mit den Fraktionen der FDP, FWG und den Grünen auf keinen einigen, den alle unterstützt hätten. „Ich habe für meine Person nur eine Kandidatur mit breiter Unterstützung der anderen gesehen“, sagte Schenk, der anfangs selbst seinen Hut in den Ring geworfen hatte.
Um so mehr freue es ihn, dass nun Gerald Näser die Herausforderung angenommen hat, sagte der Stadtverbandsvorsitzende abschließend.
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