Nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaars in Bremen-Vegesack fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft öffentlich nach einem 22-jährigen Tatverdächtigen. Die Ermittler warnen ausdrücklich davor, den Mann anzusprechen. Während das Motiv weiterhin unklar ist, verdichten sich die Erkenntnisse zum Ablauf der Tat und zur Fahndung.
Was bislang bekannt ist
Am Freitag, 26. Juni 2026, alarmierten Anwohner gegen 14 Uhr Polizei und Rettungsdienst, nachdem sie einen laut schreienden und schwer verletzten Mann auf der Straße im Ortsteil Fähr-Lobbendorf entdeckt hatten. Einsatzkräfte fanden den 40-Jährigen mit schweren Stich- und Schnittverletzungen. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen starb er noch am Tatort.
Im Zuge der weiteren Einsatzmaßnahmen entdeckten Polizisten im Keller eines nahegelegenen Mehrparteienhauses die Leiche seiner 35-jährigen Ehefrau. Nach Angaben der Ermittler wurden beide Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen.
Öffentliche Fahndung nach dem Tatverdächtigen
Am Samstagabend veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft ein Fahndungsfoto eines 22-jährigen Bremeners, der unter dringendem Tatverdacht steht. Nach Angaben der Ermittler ist der Gesuchte etwa 1,80 Meter groß, hat kurze braune Haare und trug zuletzt eine Camouflagejacke.
Die Polizei stuft den Mann als gewalttätig und gefährlich ein. Wer ihn sieht, soll ihn nicht ansprechen, sondern umgehend die Polizei über den Notruf 110 oder jede Polizeidienststelle informieren.
Ermittlungen konzentrieren sich auf den Tatablauf
Der genaue Ablauf der Tat ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde der Mann schwer verletzt auf der Straße gefunden, während sich der Fundort der Frau im Keller desselben Wohnkomplexes befand. Wie sich die Tat im Detail ereignete und wo sie ihren Anfang nahm, haben Polizei und Staatsanwaltschaft bislang nicht mitgeteilt.
Auch zu einem möglichen Motiv sowie zur Beziehung zwischen Tatverdächtigem und den Opfern äußern sich die Ermittler derzeit nicht. Solche Informationen werden häufig erst veröffentlicht, wenn Zeugen vernommen und Spuren umfassend ausgewertet wurden.
Fahndung mit großem Kräfteaufgebot
Die Polizei sucht mit Hochdruck nach dem Tatverdächtigen. Nach Medienberichten kommen dabei unter anderem Suchhunde und Drohnen zum Einsatz. Ziel ist es, mögliche Fluchtwege nachzuvollziehen und den Aufenthaltsort des Gesuchten möglichst schnell zu ermitteln.
Die Behörden bitten die Bevölkerung um Hinweise, warnen jedoch davor, eigenständig einzugreifen. Aufgrund der Einschätzung, dass der Gesuchte gefährlich sein könnte, sollen Beobachtungen ausschließlich an die Polizei weitergegeben werden.
Große Betroffenheit in Vegesack
Die Tat hat im Stadtteil Vegesack für große Bestürzung gesorgt. Der Fund eines sterbenden Mannes auf offener Straße und die anschließende Entdeckung seiner toten Ehefrau im Keller eines Wohnhauses haben viele Anwohner erschüttert. Entsprechend groß ist das öffentliche Interesse an den laufenden Ermittlungen.
Fazit
Nach dem Doppelmord in Bremen-Vegesack laufen die Ermittlungen der Mordkommission und die Fahndung nach dem 22-jährigen Tatverdächtigen mit Hochdruck weiter. Gesichert ist bislang, dass ein 40-jähriger Mann an Stich- und Schnittverletzungen starb und seine 35-jährige Ehefrau tot im Keller eines Mehrparteienhauses gefunden wurde. Zu Motiv und Tatablauf machen Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin keine Angaben. Im Mittelpunkt steht derzeit die Festnahme des flüchtigen Tatverdächtigen.
Quellen
https://www.polizei.bremen.de/news/pressestelle/pressemeldungen-ab-19062026-68179
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/polizei-oeffentlichkeitsfahndung-tote-vegesack-100.html
https://www.rnd.de/panorama/bremen-zwei-tote-fahndung-nach-tatverdaechtigem-LKFN3JTYOBFYTBZQ2LDRSSY4GI.html
https://bremen.t-online.de/region/bremen/id_101315630/ehepaar-in-bremen-tot-polizei-fahndet-oeffentlich-nach-tatverdaechtigem.html